StudentIn #17

Für sieben Tage steht hier die vollständige Juli-Ausgabe des studentischen Magazins zum Nachhören zur Verfügung. Die einzelnen Beiträge der Sendung werden Stück für Stück online gestellt. Themen in dieser Ausgabe waren: Das Restart-19-Projekt der Medizinischen Fakultät der Uni Halle; das Kieler Klausurenzelt; der AK Wohnzimmer stellt sich vor; Kochtips mit Vanessa, Kai und Burkhard; Aktuelles vom StuRa der MLU; die Jahresausstellung der Malerei-Klasse an der Burg Giebichenstein; das digitale Semester an der Kunsthochschule; „Ein Glas Milch“ – Podcast über akademisches Schreiben.

Der AK Studierendenradio wird im August eine Sommerpause einlegen. Die nächste Ausgabe wird dann am Freitag den 25.09.2020 zu hören sein – wie immer von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Corona und Demokratie als Seminarthema

Die Covid-19-Pandemie hat das ganze Sommersemester 2020 bestimmt, das digitale Semester hat alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. In einem Seminar an der Martin-Luther-Universität ist die gegenwärtige Situation selbst zum Thema geworden. Ursprünglich hatte Dr. Sven Siefken, Dozent am Lehrstuhl für Regierungslehre und Policyforschung, geplant, ein Seminar über die Wahlkreisarbeit von Bundestagsabgeordneten zu machen. Als Corona dazwischen kam, wurde dies kurzerhand ins Seminarthema integriert. Ein Beitrag von Burkhard und Vanessa vom Studierendenradio.

Aktuelles vom StuRa

Im Magazin der studentischen Redaktion am 26.06.2020 haben wir erneut mit den beiden vorsitzenden Sprechern des StuRa der Uni Halle, Lukas Wanke und Robin Rolnik, gesprochen. Themen in diesem StuRa-Talk waren: Streichung der Maximalanzahl von Prüfungsversuchen; Neue Soforthilfe(n); Kürzungen für Hochschulen in Sachsen-Anhalt (siehe auch unser Interview mit Hendrik Lange); Kommission zur Verbesserung der Studienbedingungen; Wiedereröffnung des Fairteilers.

Gegen eine faktische Kürzung des Hochschul-Etats in Sachsen-Anhalt

Dass die Corona-Krise auch eine wirtschaftliche Krise sein wird – das wurde schon früh auch in der Öffentlichkeit klar gemacht. Was das bedeuten wird und welche Einschnitte damit verbunden sein werden, das ist unterdessen nicht unbedingt klar. Einen kleinen Eindruck kann man bekommen, wenn man auf die politischen Debatten blickt, die gerade auf Landes-Ebene in Sachsen-Anhalt geführt werden. Laut Presseberichten sollen die Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt im Zuge der Corona-Krise insgesamt 6 Millionen Euro Solidaritätsbeitrag an die Landeskasse abführen. Das würde zum Beispiel allein für die Martin-Luther-Universität in Halle Kürzungen von etwa 2,5 Millionen Euro bedeuten. Der Akademische Senat der Uni Halle und der StuRa protestieren gegen dieses Vorhaben. Auch die Partei „Die Linke“ in Sachsen-Anhalt ist mit diesen Kürzungsplänen nicht einverstanden – das ist der Grund, warum wir den hochschulpolitischen Sprecher der Linken, Hendrik Lange, in das Magazin der studentischen Redaktion eingeladen haben.

Angebote des Unisport-Zentrums Halle

Seit dem 15. Juni hat das Unisport-Zentrum der Martin-Luther-Universität wieder seine Räume geöffnet – wenn auch unter eingeschränkten Bedingungen. Einige Angebote hat das Unisport-Zentrum nach draußen, auf die Ziegelwiese verlegt. Parallel stehen außerdem Online-Übungen auf Youtube zur Verfügung. Burkhard vom Studierendenradio hat sich umgehört, sich mit Sabrina Funk vom Unisport-Zentrum getroffen und sich dabei auch selbst sportlich betätigt…

Zur Situation von internationalen Studierenden in der Corona-Krise

Die Einschränkungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen haben auch viele Studierende vor große Herausvorderungen gestellt. Besonders sind davon auch internationale Studierende betroffen. Bei ihnen haben oft die räumliche Entfernung von den eigenen Familien, sprachliche Verständigungsprobleme, fehlende Ansprechbarkeit von Dozierenden und besonders prekäre Situationen zu einer zusätzlichen Verschärfung der Situation geführt. Der AK Internationales ist für Fragen ansprechbar und organisiert einen Austausch von internationalen Studierenden. Wir sprachen mit Alina und Gloria vom AK Internationales über die Situation von internationalen Studierenden.

Die virtuellen Hochschul-Informationstage der Uni Halle

Auch zum Sommersemester 2020 fanden in Halle die Hochschul-Informationstage (HIT) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten sie dieses mal virtuell stattfinden. Innerhalb von drei Wochen hat die Martin-Luther-Universität über 70 interaktive HIT-Sendungen gestreamt. Burkhard vom Studierendenradio hat reingehört und Mitstudierende zu ihren Eindrücken befragt.

Aktuelles vom StuRa

In der letzten Ausgabe des Studierendenradios am 29.05.2020 haben wir erneut mit Lukas Wanke und Robin Rolnik über aktuelle Belange des StuRas gesprochen. Die beiden vorsitzenden Sprecher des StuRas haben uns Auskunft über folgende Themen gegeben: Aktuelle Arbeitssituation des StuRas; Kritik an Studienbedingungen im digitalen Semester; Freiversuche bei Prüfungen; Kommission zur Verbesserung der Studienbedingungen; der aktuelle Stand der Hochschulwahlen; Statement des StuRas zu verschwörungsideologischen Kundgebungen in Halle.

Die Sozialberatung des Studentenwerks

Studieren ist oft auch mit der Frage verbunden: Wie komme ich über die Runden? Wie kann ich mein Studium finanzieren? Die Sozialberatung des Studentenwerks Halle berät Studierende wenn es um Fragen zu Jobben im Studium, Darlehen und Stipendien, Krankenversicherung, Wohngeld, Arbeitslosengeld II und Ähnliches geht. Die Sozialberatung ist kostenlos und ist auch in Zeiten von Corona erreichbar. Lisa vom Studierendenradio sprach mit Victoria Fitz – Sozialberaterin im Infopoint der Harzmensa – über das Beratungsangebot.

Kannsemester – Nichtsemester – Solidarsemester

Das Sommersemester hat bereits begonnen – wenn auch unter besonderen Umständen und corona-bedingt meist auf dem digitalen Wege. Das bedeutet eine große Umstellung und stellt viele Studierende vor Herausforderungen. Wie unter den jetzigen Umständen Prüfungen stattfinden sollen ist vielerorts noch ungewiss. Studentische Initiativen und Dozierende haben diesbezüglich verschiedene Forderungen gestellt. Wir lassen mehrere Initiativen zu Wort kommen.

Zunächst hören wir Lasse, der sich im Bündnis Solidarsemester organisiert. Er gibt einen Überblick über die verschiedenen Initiativen und Forderungen. Der Beitrag ist zusammengestellt aus Material, das das Leipziger StuRadio bereit gestellt hat – die ganze Sendung ist hier zu hören (Download).

Ende März haben drei Dozentinnen von verschiedenen deutschen Universitäten in einem Offenen Brief deshalb ein sogenanntes „Nicht-Semester“ gefordert (wir berichteten hier). Damit meinen sie, dass das Sommersemester aufgrund der zahlreichen Einschränkungen nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird. Wie sieht es jetzt, in der vierten Woche des Semesters, mit der Umsetzung des Nicht-Semesters aus? Burkhard vom Studierendenradio hat mit Andrea Geier von der Universität Trier gesprochen. Sie ist eine der Verfasserinnen des Offenen Briefes.

An der Uni Halle sind nach gut drei Wochen Sommersemester etwa 80 Prozent aller Veranstaltungen digital abgedeckt. Schön und gut – zumindest für alle mit stabiler Internetverbindung und einigermaßen modernen Geräten. Aber was ist eigentlich mit Studierenden, die Kinder betreuen müssen, durch die Krise in psychische Schwierigkeiten geraten sind oder aus anderen Gründen nicht dem digitalen Semester folgen können?

Studierende und auch Dozierende deutschlandweit fordern, dass die Regelstudienzeit in diesem Semester ausgesetzt wird. Das bedeutet, Studierenden würden keine Nachteile entstehen, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, in diesem Semester keine Studienleistungen erbringen. Burkhard vom Studierendenradio mit dem Beispiel einer Uni, die das nun so beschlossen hat.