Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen

Anfang Februar dieses Jahres hat in Essen der Gender-Kongress 2020 stattgefunden. Hauptthema der Veranstaltung war das Thema „Please mind the gap – Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen“. Es ging vor allem um die Ergebnisse des Gender-Reports des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung Nordrhein-Westfalen. Der Gender- Report erscheint alle drei Jahre und wurde nun erneut veröffentlicht. Der aktuelle Report legt einen Schwerpunkt auf die ungleiche Bezahlung von Professorinnen und Professoren an Hochschulen, den sogenannten „Gender Pay Gap“. Dr. Lisa Mense ist eine der Autorinnen der Studie zu Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen. Wir haben mit ihr über die Studie gesprochen.

Das Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft

In den vergangenen Jahren hörte man immer wieder von auf- und abflauenden Protesten in Hochschulen und Universitäten. Vor allem der universitäre Mittelbau organisiert sich immer wieder in Hochschulinitiativen, um unter anderem für unbefristete Arbeitsverträge und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Um diese Initiativen bundesweit bündeln zu können, gründete sich das Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft, kurz NGAWiss. Wir sprachen mit Patrick Wöhrle aus Dresden über diese prekäre Arbeitssituation im universitären Mittelbau und über die Forderungen der Mittelbauinitiative. Wöhrle ist selbst seit Jahren im Mittelbau tätig, und darüber hinaus engagiert er sich in der NGAWIss.

StudentIn #3

In unserem dritten studentischen Magazin sprechen wir über folgende Themen: Antisemitismus an Hochschulen, den Film „Female Pleasure“ im Rahmen der studentischen Reihe FEMINISMEN, Wohngeld für Studierende + BAföG rauf!, Proteste der Medizinstudierenden gegen schlechte Bedingungen im Praktischen Jahr, gute Arbeit in der Wissenschaft, eine Fachtagung über politische Bildung an der Uni Halle und über das Studentische Orchester. Das ganze Magazin kann (ohne Musik) untenstehend nachgehört werden – die einzelnen Beiträge dokumentieren wir auf diesem Blog Stück für Stück.

Wohngeld für Studierende + BAföG rauf!

Gestern wurde vermeldet, dass die Zahl der BAföG empfangenden Studierenden  und SchülerInnen rückläufig ist. Im Vergleich zur Situation vor vier Jahren erhalten heute 180.000 Studis und SchülerInnen weniger Bafög. Das ist eine ganze Menge. Was also tun, wenn die Lebenskosten durch steigende Mieten etc steigen, aber man nicht als förderfähig gilt? Eine Alternative wäre das Wohngeld, die andere ist arbeiten, was dann zur Verzögerung des Studiums führen kann. Die Bundesregierung ist nun endlich dran, das Bafög-Gesetz neu zu regeln und den Fördersatz zu erhöhen. Der Studierendenrat der Uni Halle hat dies in einem Twitter-Post auch begrüßt. Dennoch stellen sich auch bei erhöhtem Satz für viele Studierende Existenzfragen, wenn sie nämlich als nicht förderfähig gelten. Der Studierendenrat hat dazu gemeinsam mit dem Studentenwerk Mitte Januar eine Veranstaltung abgehalten, um betroffene Studierende über ihre Möglichkeiten zu informieren, wie sie auf anderen Wegen finanzielle Unterstützung erhalten können. Dabei ging es vor allem um das Modell Wohngeld. Über diese Möglichkeit, die Kritik am Bafög-System und die Motivation zur Veranstaltung sprachen wir mit Lukas Wanke, einem der Sprecher des Studierendenrates der Uni Halle.