Zur Neuausrichtung der Hastuzeit

hastuzeit – das ist der Titel der hallischen Zeitschrift der Studierendenschaft. Die Redaktion der hastuzeit hat sich gerade neu aufgestellt und ist dabei, einige Neuerungen anzugehen. Wir haben zwei Redaktionsmitglieder ins Corax-Studierendenmagazin eingeladen und sie über die hastuzeit befragt.

StudentIn #10

Im November sprachen zwei RedakteurInnen der HastuZeit über die Neuausrichtung der studentischen Zeitung. Ebenfalls zu zweit waren die Sprecher des Sturas und blickten auf die konstituierende Sitzung zurück. Missstände bei den Studienbedingungen von LehramtsstudentInnen werden beleuchtet. Die Frage, was mache ich nach dem Studium, stand ebenso im Raum (aus Anlass der Gründerwoche an Burg und MLU).
Wir berichten zudem über die aktuell stattfindende „Public Climate School“ und die ebenso aktuelle Ringvorlesung „Zukunftsfähige Landwirtschaft„. Zuletzt ein Blick auf Proteste an französischen und hiesigen Unis.

DozentInnenmangel an der MLU

Die Studienbedingungen stehen seit Jahren in der Kritik, auch an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Nun haben sich Studierende des Lehramsstudiums zu Wort gemeldet – sie beklagen einen Mangel an DozentInnen in ihren Fächern. Dieser Mangel bestehe schon seit Jahren und drückt sich etwa in zu geringen Seminarplätzen aus und in mehrmonatiger Bearbeitungszeit von Modulleistungen. Was das für die Studierenden und ihre Studienbegingungen bedeutet, darüber sprach das Studierendenradio mit Tabea Pfitzner. Sie ist in der AG DozentInnenmangel aktiv und organisiert mit der AG eine Podiumsdiskussion am Mittwoch zu diesem Thema.

Biodiversität und zukunftsfähige Landwirtschaft

Wie in den vergangenen Jahren findet auch in diesem Wintersemester die studentsich organisierte Ringvorlesungsreihe „Zukunftsfähige Landwirtschaft“ statt. Am 06.11. fand als Auftakt der Reihe ein Podium über Biodiversität und Landwirtschaft statt. Dabei sollte das Spannungsfeld zwischen Ökologie und Wirtschaftlichkeit diskutiert werden. Im Vorfeld der Veranstaltung sprachen wir mit Prof. Dr. Josef Settele.

Josef Settele arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und war maßgeblich an einem Bericht zur Biodiversität beteiligt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im Mai veröffentlichte. Er sprach mit uns über seine Sicht auf das Verhältnis von Biodiversität und Landwirtschaft. Zunächst erklärte er dabei, was der Begriff Biodiversität alles umfasst.

Die Public Climate School in Halle

„Fridays for Future“ ist nicht nur eine Sache von Schülerinnen und Schülern. In Halle haben sich auch Studierende der „Fridays-for-Future“-Bewegung angeschlossen. Unter dem Namen „Students for Future“ machen sie die Klimakatastrophe zum Thema und fordern eine klima-neutrale Universität. In der Woche vom 25. bis zum 29. November wird an der Martin-Luther-Universität und an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein die „Public Climate School“ ausgerufen. Worum es sich dabei handelt – darüber haben wir mit Sascha von „Students for Future“ gesprochen.

StudentIn #9

Die aktuellste Ausgabe des studentischen Magazins ist nun auch schon zwei Wochen alt. Höchste Zeit zu dokumentieren, was wir aufbereitet haben. Wir führten Gespräche zur Forderung des Studentenwerks nach mehr Engagement beim Wohnheimbau, zur Kritik an der Bayreuther Erklärung der Uni-Kanzler*innen und über die (mittlerweile abgeschlossenen) Tarifverhandlungen am Uniklinikum Halle. Nach einer Analyse zum Umbau der Hochschulen im Sinne neoliberaler Thinktanks, steht die zweite Stunde im Fokus der Kritischen Einführungswochen.

Wir stellen dabei vor: Kritische Politikwissenschaften (Minute 43:18), Kritische Geografie (46:20), Neue plurale Ökonomik (49:48), SDS (56:36), Nachhalltig (60:56), Zukunftsfähige Landwirtschaft (63:21), Gartennetzwerk FloraPolis (65:58), Fridays for Future Students Halle (70:48), Medinetz (92:23) und Viva con Agua. Im Zuge der kritischen Einführungswochen gab es eine Vielzahl von Vortragsveranstaltungen, eine haben wir uns genauer angesehen (Gespräch über soziale Reproduktion, 81:30). Zum Ende noch ein Ausblick auf die nächste Sendung, wo wir die neue Ausrichtung der Hastuzeit aufgreifen wollen.

Gespräche zur Oberbürgermeisterwahl 2019

Am 30. September 2019 lud der Studierendenrat gemeinsam mit dem Studierendenradio alle OB-Kandidaten in den „Roten Salon“ des StuRa’s. Je einzeln wurden die OB-Kandidaten nach den Themen ihrer jeweiligen Wahlprogramme befragt – insbesondere mit einem Fokus auf für Studierende relevante Themen. Wir stellen hier die so entstandenen Gespräche zum Nachhören und Herunterladen zur Verfügung.

1. Parteiloser Kandidat Daniel Schrader

Das Gespräch mit Daniel Schrader führten Lukas Wanke, vorsitzender Sprecher des StuRas und Martin Zeiler, Referent des StuRa’s für äußere Hochschul- und Bildungspolitik. 

2. Hendrik Lange – Kandidat für Die Linke, Die Grünen und die SPD

Das Gespräch mit Hendrik Lange führte Robin Rolnik, vorsitzender Sprecher des StuRa’s.

3. Amtierender Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos)

Das Gespräch mit Bernd Wiegand führten Martin Zeiler und Lukas von Radio Corax.

4. Andreas Silbersack – Kandidat für CDU und FDP

Das Gespräch mit Andreas Silbersack führten Paula Klötzke, Referentin des StuRa’s für internationale Studierende, Lukas von Radio Corax und Lukas Wanke.

5. Falko Kadzimirsz – Kandidat für die Freien Wähler

Das Gespräch mit Falko Kadzimirsz führten Lukas von Radio Corax und Jenni vom Studierendenradio.

6. Parteiloser Kandidat Rolf Lennart Thiemann

Das Gespräch mit Rolf Lennart Thiemann führten Martin Zeiler und Lukas von Radio Corax.

7. Dörte Jacobi und Martin Bochmann – Kandidaten für Die Partei

Das Gespräch mit Dörte Jacobi und Martin Bochmann führten Lukas von Radio Corax und Jenni vom Studierendenradio.

StudentIn #8

Im letzten Magazin vor der Sommerpause sprachen wir mit dem Aktionsbündnis „Frist ist Frust“ über Befristungen im Hochschul- und Wissenschaftssektor, berichteten über ein Buch, das streikende studentische Beschäftigte porträtiert, analysierten die Umstellung des Psychologie-Studiums, schauten auf die Vergeschlechtlichung wissenschaftlicher Wissensproduktion und kommentierten eine Veranstaltung an der juristischen Fakultät zum §219.

Sondersendung: Feministische Perspektiven aus Lateinamerika

Im Juni haben Studierende der Romanistik das Magazin der studentischen Redaktion gekapert: Im Rahmen des Seminars „Perspectivas feministas desde América latina“ des Instituts für Romanistik der Uni Halle ist eine Sondersendung entstanden. Darin geht es insbesondere um feministische Perspektiven aus Lateinamerika auf die aktuelle Gesellschaft. In der Sendung haben wir mit den Studierenden über die Bücher von drei Autorinnen gesprochen. Die drei Buchvorstellungen könnt ihr untenstehend nachhören:

Emma Chirix setzt sich im ihrem Buch „Los deseos de nuestro cuerpo“ mit Sexualität in der indigenen Gesellschaft Guatemalas auseinander. Warum handelt es sich um ein Tabuthema in Guatemala? Welche Unterschiede im Umgang mit Sexualität gibt es im Vergleich zu westlichen Gesellschaften? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Gewalt gegen Frauen und tabuisierter Sexualaufklärung?

Sayak Valencia geht in ihrem Buch „Capitalismo Gore“ der Situation in der Grenzregion zwischen den USA und Mexiko nach. Sie schreibt wie die Drogenmafia in der Stadt Tijuana, die Gewalt gegen Frauen und das „Leben als Währung“ in einer unheilvollen Spirale miteinander verbunden sind.

Im Buch von Rita Laura Segato, „La guerra contra las mujeres“, werden die Zusammenhänge zwischen zunehmender Gewalt gegen Frauen, der patriachalen Gesellschaft und dem kapitalistischen Wirtschaftssystem dargestellt.

Das Bauhaus und die Hochschule Anhalt – Podiumsdiskussion in Dessau

Am 12. Juli hat in Dessau das Campus-Fest der Hochschule Anhalt in Dessau stattgefunden. Es ging nicht nur darum, die aktuellen Abschlüsse zu feiern und Ergebnisse studentischer Projekte zu präsentieren – es sollte auch um eine inhaltliche Auseinandersetzung gehen. Studierende der Hochschule Anhalt haben Radio Corax eingeladen, um eine Podiumsdiskussion auf dem Campus-Fest zu moderieren. Die Diskussion wurde zeitgleich im Radio übertragen.

In der Podiumsdiskussion sollte es darum gehen, auszuloten, inwiefern das Bauhaus – 100 Jahren nach seiner Gründung – immer noch einen Niederschlag in Lehre, Forschung und Arbeit an der Dessauer Hochschule findet. Dabei ging es um Brüche und Kontinuitäten des Bauhaus in Deutschland, den Begriff des Designs und seinen Bezug zu einer sozialen Umwelt, um aktuelle (hochschul-)politische Fragen in Dessau und Sachsen-Anhalt. Nicht zuletzt sollte so ein studentischer Austausch zwischen Halle und Dessau angeregt werden.

An der Diskussion namen folgende Personen teil: Samuel Trefzger, Wenke Hamann (beide Studierende des Integrativen Designs), Prof. Dieter Raffler, Prof. Hermann Klöckner, Prof. Brigitte Hartwig, Prof. Michael Hohl.