Schlagwort: Forschung und Lehre

StuRa im Gespräch – April’21

Wir sprachen, wie jeden Monat, mit den Vorsitz des Studierendenrats der MLU, Klara und Robin. Dabei ist logischerweise die sogenannte Bundesnotbremse und ihre Auswirkung auf die Lehre ein Thema gewesen, aber auch der Haushalt der Universität, bei dem ein Defizit von 15 Millionen ansteht. Ein Einblick in die aktuelle Lage zu diesen Themen und auch noch ein oder zwei weiteren Fragen hört ihr bei StuRa im Gespräch.

StuRa im Gespräch – März ’21

Bei StuRa im Gespräch sprachen wir wieder mit den Vorsitz des Studierendenrats der MLU, Klara und Robin. Die Studierendenvertretung hatte gerade erst eine Umfrage zu Studienbedingungen unter Corona veröffentlicht, weshalb wir erst darauf eingegangen sind. Weiter im Gespräch ging es um die studentische Perspektive der Online-Tagung „Lehre Digital und Hybrid„, welche kurz zuvor stattfand, den Stand bei der Abschaffung der Freiversuchsregelung für das kommende Sommersemester, die Online-Petition zur Bibliotheksöffnung sowie die neue Studierenden-Initiative „Call me by my name“, die sich gerade beginnt dafür einzusetzen, dass Studierende unter ihren selbstgewählten Namen an der Uni studieren können.

Nachhaltige Infrastrukturen in der chilenischen Stadt Valparaíso

Das Schreiben von Hausarbeiten und Abschlussarbeiten ist meistens rein universitär, das bekommt man schnell mit im Studium. Arbeiten werden meist nur von ein oder zwei Professor*innen gelesen. Selten ist es möglich, damit auch in die Gesellschaft zu wirken. Julian Sauer hat genau das geschafft: Er hat seine Masterarbeit hier an der Martin-Luther-Universität Halle zur nachhaltigen Infrastruktur in Valparaiso in Chile geschrieben.

Valparaiso, das sind eigentlich 280 tausend Einwohner, jedoch mit Metropolregion knapp unter einer Million Einwohner*innen. Es ist nicht nur eine wichtige Hafenstadt für den Südpazifik, sondern auch der Sitz des Parlaments von Chile und die Hauptstadt der am zweitstärksten bevölkerten Region in Chile. Valparaiso ist bekannt als „kleines San Francisco“ und heutzutage auch ein beliebtes Tourismusziel. Wir haben mit Julian über seine Forschung für seine Masterarbeit gesprochen und er erzählt darüber was nachhaltige Infrastruktur eigentlich ist, was er mit seiner Forschung gemacht hat und auch darüber wie es ist aus der Universität heraus in die Gesellschaft zu wirken.

Bild: Julian Sauer beim Forschen. Von Rodrigo Godoy. Alle Rechte vorbehalten.

Studiengang Santaclausistik

Ab dem Sommersemester 2020/2021 bietet die Uni Halle einen neuen, besonderen Masterstudiengang an: „Santaclausistik“, auch bekannt als „Weihnachtsmannologie“. Wir sprachen mit Prof. Miranda Rudolf, die auf die dafür neu geschaffene Professur berufen wurde. (Anzuhören mit einer gesunden Portion weihnachtlichem Humor.)

Corona und Demokratie als Seminarthema

Die Covid-19-Pandemie hat das ganze Sommersemester 2020 bestimmt, das digitale Semester hat alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. In einem Seminar an der Martin-Luther-Universität ist die gegenwärtige Situation selbst zum Thema geworden. Ursprünglich hatte Dr. Sven Siefken, Dozent am Lehrstuhl für Regierungslehre und Policyforschung, geplant, ein Seminar über die Wahlkreisarbeit von Bundestagsabgeordneten zu machen. Als Corona dazwischen kam, wurde dies kurzerhand ins Seminarthema integriert. Ein Beitrag von Burkhard und Vanessa vom Studierendenradio.

Der Käse und die Würmer

Die Geschichtsschreibung handelt oftmals von herausragenden Persönlichkeiten der herrschenden Klassen. Napoleon, Karl der Große oder Bismarck – das scheinen die Leute zu sein, die Geschichte gemacht haben. Zu allen Zeiten gab es aber immer auch Leute, die die Geschichte auf ganz andere Weise geprägt haben. Menschen, die gearbeitet haben – Menschen, die beherrscht wurden – Menschen, die sich dieser Herrschaft möglicherweise auf die eine oder andere Weise widersetzt haben. Von diesen Menschen gibt es aber oftmals keine Zeugnisse – und so werden sie von der Geschichtsschreibung vergessen. Es gibt aber auch Ausnahmen und zu diesen Ausnahmen gehört der Müller Menocchio aus einem kleinen norditalienischen Dorf. Menocchio lebte im 16. Jahrhundert und entwickelte eine ganz eigene Form des christlichen Glaubens. Dafür wurde er von der Inquisition hingerichtet. Im Jahr 1979 hat der Historiker Carlo Ginzburg ein Buch über Menocchio geschrieben – und damit den Forschungsansatz der Mikrogeschichte begründet. Pit Iskariot – Student der Archeologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie der Geschichte – hat einen Beitrag über den Fall Menocchio produziert. Dafür sprach er mit Willem Fiene (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität) und Johannes Träger (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Spätmittelalter und Reformation an der Uni Leipzig).