Schlagwort: Uni Halle

Walk of Care Halle

Die Corona-Pandemie hat schon lange bestehende Missstände in der Pflege in den Fokus gerückt. Dabei ist das Thema nicht nur aufgrund einer aktuellen Pandemie relevant, denn die MLU ist einer der wenigen Hochschulen in Deutschland, an der man Pflege studieren kann. Was dabei schief läuft und was aktuell Pflegende und Studierende fordern, damit sich die Situation grundlegend ändert, zeigt die Gruppierung Walk of Care Halle, mit der sich Malena getroffen hat. Sie hat mit Lilo und Pia gesprochen, die als erstes Erzählen seit wann es die Walk of Care Gruppe in Halle gibt und wofür sie sich einsetzen. Die Gruppe wird am morgigen Tag der Pflege, den 12. Mai eine Kundgebung auf der Ziegelwiese geben mit Musik und Redebeiträgen.

Der Widerspruch zwischen Selbstwahrnehmung und Erfolg: Das Hochstaplerselbstkonzept

Die übertriebene Wertschätzung meines Lebenswerks beunruhigt mich. Ich fühle mich gezwungen, mich als Betrüger zu erachten“ – das hat Albert Einstein gesagt. Albert Einstein, der bekannteste Wissenschaftler unserer Zeit, seine Forschungen machen ihn zu einem der einflussreichsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und dieser objektiv erfolgreiche Mensch erachtet sich als Betrüger? Welches Phänomen erklärt wohl diesen offensichtlichen Widerspruch in Selbstwahrnehmung und Erfolg? Dieser Frage ist Torben nachgegangen und hat dafür Prof. Dr. Sonja Rohrmann zum Expterteninterview eingeladen und mit Vanessa aus der Studierendenredaktion über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Hochstapler-Selbstkonzept geredet.

Bild von originalpozer ( CC BY-NC-SA 2.0)

StuRa im Gespräch – April’21

Wir sprachen, wie jeden Monat, mit den Vorsitz des Studierendenrats der MLU, Klara und Robin. Dabei ist logischerweise die sogenannte Bundesnotbremse und ihre Auswirkung auf die Lehre ein Thema gewesen, aber auch der Haushalt der Universität, bei dem ein Defizit von 15 Millionen ansteht. Ein Einblick in die aktuelle Lage zu diesen Themen und auch noch ein oder zwei weiteren Fragen hört ihr bei StuRa im Gespräch.

Hochschulen stellen sich gegen die Bundesnotbremse

Die Universität Halle hält an den Ausnahmen für Präsenzlehre fest – obwohl die sogenannte Bundesnotbremse dies untersagt. Das betrifft den musik- und sportpraktischen Bereich sowie Laborpraktika. Dabei hat die MLU die Rückendeckung des sachsen-anhaltischen Ministeriums für Wissenschaft. Auf Anfrage von Radio Corax teilte es am Freitagmittag mit, es gebe „keinen Grund für die Annahme, dass sich die Universität Halle nicht an rechtliche Vorgaben hielte“.

Der Senat der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle beschloss am Donnerstag, den eingeschränkten musikpraktischen Präsenzunterricht ab Montag, 03. Mai, wieder aufzunehmen. Dies sei mit dem Wissenschaftsministerium Sachen-Anhalt sowie der Stadt Halle abgesprochen. Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein hat die Präsenzlehre weiterhin ausgesetzt.

Bereits vor Inkrafttreten der Bundesnotbremse wurde scharfe Kritik aus den Reihen der Hochschulen laut (Radio Corax berichtete). Das Gesetz behandelt die Hochschulen genau wie die allgemeinbildenden Schulen: Beide müssen ab einer Inzidenz ab 165 an drei Folgetagen schließen.

 

 

Bundesnotbremse schließt die Hochschulen endgültig

Seit Samstag, 24. April, gilt die sogenannte „Bundesnotbremse“. Darin finden sich für Hochschulen und Universitäten keine spezifischen Regelungen – vielmehr werden sie den allgemeinbildenden Hochschulen gleichgesetzt. Das bedeutet: Ab einem Inzidenzwert von 100 an drei aufeinander folgenden ist nur Wechselunterricht erlaubt, ab 165 gar kein Präsenzunterricht mehr.

Die Martin-Luther-Universität bleibt zwar bis mindestens Pfingsten ohnehin komplett im Online-Betrieb. Eingestellt werden müssten laut Gesetz aber auch Ausnahmen wie Laborpraktika oder sport- und musikpraktischer Unterricht. Die MLU schrieb dazu am Montag, 26. April, auf ihrer Website, dass diese Lehrveranstaltungen zunächst trotz Notbremse weiter stattfinden. An der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik dagegen ist der komplette musikpraktische Präsenzunterricht bis auf Widerruf eingestellt.

Kritik kommt von der deutschen Hochschulrektorenkonferenz sowie aus den Wissenschaftsministerien der Länder. Sie fordern klare Regelungen für die Universitäten.

(zuletzt aktualisiert am 26. April 2021 um 18 Uhr)

StuRa im Gespräch – März ’21

Bei StuRa im Gespräch sprachen wir wieder mit den Vorsitz des Studierendenrats der MLU, Klara und Robin. Die Studierendenvertretung hatte gerade erst eine Umfrage zu Studienbedingungen unter Corona veröffentlicht, weshalb wir erst darauf eingegangen sind. Weiter im Gespräch ging es um die studentische Perspektive der Online-Tagung „Lehre Digital und Hybrid„, welche kurz zuvor stattfand, den Stand bei der Abschaffung der Freiversuchsregelung für das kommende Sommersemester, die Online-Petition zur Bibliotheksöffnung sowie die neue Studierenden-Initiative „Call me by my name“, die sich gerade beginnt dafür einzusetzen, dass Studierende unter ihren selbstgewählten Namen an der Uni studieren können.

Petition für Öffnung der Universitätsbibliotheken

Einfach mal in die Bibliothek gehen, ein Buch heraussuchen und ausleihen – sich hinsetzen und lernen oder arbeiten, das geht schon seit Monaten nicht mehr. An fünf Standorten der Unibibliothek Halle kann man lediglich bestellte Bücher abholen und wieder zurückbringen, seit letzter Woche kann man auch wieder Arbeitsplätze in den Lesesälen reservieren. Véronique Möller reicht das nicht aus. Sie studiert Politikwissenschaft an der MLU und hat eine Online-Petition gestartet für die Öffnung aller Bibliotheksstandorte in Halle.

StuRa im Gespräch – Februar ’21

Wie bei jedem Studierendenmagazin haben wir uns wieder mit den beiden Vorsitzenden Klara und Robin des Studierendenrats der Uni Halle unterhalten. Gerade jetzt wo Forderungen nach Öffnungen und Lockerungen laut werden wollten wir wissen, ob die Politik auch die Probleme von Studierenden aufgreift.

Nachhaltige Infrastrukturen in der chilenischen Stadt Valparaíso

Das Schreiben von Hausarbeiten und Abschlussarbeiten ist meistens rein universitär, das bekommt man schnell mit im Studium. Arbeiten werden meist nur von ein oder zwei Professor*innen gelesen. Selten ist es möglich, damit auch in die Gesellschaft zu wirken. Julian Sauer hat genau das geschafft: Er hat seine Masterarbeit hier an der Martin-Luther-Universität Halle zur nachhaltigen Infrastruktur in Valparaiso in Chile geschrieben.

Valparaiso, das sind eigentlich 280 tausend Einwohner, jedoch mit Metropolregion knapp unter einer Million Einwohner*innen. Es ist nicht nur eine wichtige Hafenstadt für den Südpazifik, sondern auch der Sitz des Parlaments von Chile und die Hauptstadt der am zweitstärksten bevölkerten Region in Chile. Valparaiso ist bekannt als „kleines San Francisco“ und heutzutage auch ein beliebtes Tourismusziel. Wir haben mit Julian über seine Forschung für seine Masterarbeit gesprochen und er erzählt darüber was nachhaltige Infrastruktur eigentlich ist, was er mit seiner Forschung gemacht hat und auch darüber wie es ist aus der Universität heraus in die Gesellschaft zu wirken.

Bild: Julian Sauer beim Forschen. Von Rodrigo Godoy. Alle Rechte vorbehalten.