Podcast: StudentIn @ Radio Corax

Studentin #84

Es wird warm und einige denken bestimmt schon ans Verreisen. Unsere diesmalige Folge von Studentin beginnt auch gleich mit einer Reisereportage für euch, und zwar durch die Ukraine mit dem Fahrrad! Doch mit dem voranschreitenden Frühling nähert sich auch der Herbst und eine Partei, welche zur Landtagswahl im September antritt möchte die demokratische Vertretung der Studierenden an Universitäten abschaffen. Wie die Studierendenvertretung der Martin-Luther Universität in Halle darauf reagiert, hört ihr auch, ebenso wie ein ausführlicher Blick auf die Rolle von Eigentum bei der Frage wie die Innenstadt von Halle gestaltet ist.

Studentin ist das monatliche Magazin der Studierendenredaktion von Radio Corax. Jeden letzten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr auf der 95,9 Mhz.

Klausurirrelevant #13

Studentisch, kritisch, informiert! Vom 27.04.2026.

Neben Kurzmeldungen und Veranstaltungshinweisen für Halle und Umgebung thematisieren wir diesen Monat die Bestrebungen der AfD die demokratische Selbstverwaltung von Studierenden aufzuheben. Dafür sprechen wir mit einem der Vorsitzenden des Studierendenrats Elias Zarrad und Lukas Pöhl, der Referent für äußere Hochschul- und Bildungspolitik im StuRa ist. Wir klären, warum studentische Selbstverwaltung wichtig ist und wie man sich versucht zu wehren.

Klausurirrelevant #12

Die März-Ausgabe des Magazins im Magazin informiert über die Todesstrafe in Israel, den Kampf gegen Gewalt im Internet und mehr Geld für den Schutz von Frauen im Harz. Knackige Veranstaltungshinweise am Osterwochenende in Halle und ein spannendes im Fokus Thema erwarten euch. Gleichen sich die Ansprüche von Schulen Machtungleichgewichte zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen durch Partizipation entgegenzuwirken oder ist das meist nur Fassade? Laszlo redet über seine Bachelorarbeit und die Möglichkeiten die eine faire Schulkultur für die Gesellschaft birgt.

„Schlussverkauf Bildung“ – Der fzs und die Bildungsgerechtigkeit

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind in den letzten Jahren sind merklich gestiegen, das ist nichts Neues mehr. Besonders bemerkbar macht sich das bei Menschen, die über keine finanziellen Rücklagen verfügen, wozu auch viele Studierende zählen. Viele Organisationen setzten sich bereits für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, die nicht zuletzt durch Umstände wie diese prekär ist. Der freie Zusammenschluss der Student*innenschaften kurz fzs hat jetzt eine Kampagne mit dem knackigen Titel „Schlussverkauf Bildung“ gestartet. Pia aus der Studiredaktion hat sich mit Tjark aus dem fzs vorstand unterhalten, um herauszufinden, was es damit auf sich hat und was der fzs an der aktuellen Situation wie ändern will. Laut dem fzs, sind ca 60% der deutschen Studierenden von ihren Mietkosten überlastet und etwa ein Drittel sind armutsgefährdet.

Vom 13.-15. März findet die Aktionskonferenz der Kampagne „Schlussverkauf Bildung“ statt. Infos zu den Teilnahmebedingungen und zur Kampagne finden sich unter schlussverkauf-bildung.de.

Erinnerung als Konflikt: Dresden 81 Jahre nach der Bombardierung

Am 13. Februar 2026 jährt sich die Bombardierung Dresdens zum 81. Mal. Während in der Innenstadt der Opfer von 1945 gedacht wird, mobilisieren rechtsextreme Gruppen erneut zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Auf der anderen Seite formieren sich Menschenkette und Blockadebündnisse. Die Polizei trennt die Versammlungen mit einem Großaufgebot.

Der Beitrag zeichnet die historischen Hintergründe der Luftangriffe nach, ordnet umstrittene Opferzahlen ein und zeigt, wie früh die Zerstörung Dresdens propagandistisch instrumentalisiert wurde. Er begleitet den aktuellen Aufmarsch, spricht mit Gegendemonstrierenden und beleuchtet die Rolle der Stadtgesellschaft – zwischen stillem Gedenken und aktivem Widerstand.

81 Jahre nach Kriegsende ist der 13. Februar in Dresden nicht nur ein Tag der Erinnerung. Er ist ein politischer Konfliktraum – und ein Streit um die Deutung der Geschichte.

Foto: Symbolbild von einer Demonstration am 13. Februar 2010 in Dresden. Gemacht von tonal decay (Lizenz: CC-BY)

Dokumentarfilm „Fassaden“- Starkes Porträt von Frauen und gesellschaftlichem Schweigen

Im Puschkino (Halle) feierte der Dokumentarfilm „Fassaden“ am Mittwoch, den 21.01. seine Premiere. In dem Film werden die Geschichten von vier Frauen erzählt, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbrechen, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Durch zwei Tänzer:innen und Sandra Hüller, welche die Geschichten der Frauen durch ihre Stimme zum Ausdruck bringt, gewinnt der Film an emotionaler und eindrucksvoller Atmosphäre. Das Studierendenradio von Radio Corax war bei der Premiere dabei und hat mit Alina Cyranek, der Regisseurin des Films gesprochen.

Klausurirrelevant #10

Das Magazin im Magazin mit aktuellen Nachrichtenmeldungen – gleich zu zwei Städtepartnerschaften von Halle – Veranstaltungshinweisen und den Blick auf die aktuelle Prüfungszeit und dem Umgang mit Stress. Wir haben gesprochen mit dem Wohlfühlcampus und Ideen gesammelt wie am besten mit (Prüfungs-)stress umzugehen ist. Sagt es weiter: wir wollen studentische, lehrende und forschende Stimmen in den Fokus nehmen und euch interviewen! Meldet euch auf instagram @studierendenradiocorax oder per Mail an studentin@radiocorax.de.

Die Identitären in Schnellroda – Zwischen Rechtsterroristischer Lektüre und „Selbstoptimierung“

Am Sonntag, den 25.01. fand in Schnellroda wieder einmal antifaschistischer Protest gegen die sogenannte „Neue Rechte“ vor Ort statt. Anlass war ein Vernetzungstreffen der dortigen Szene, unter dem Motto „Selbstoptimierung“.

Einer der Hauptakteure dort, der sicherlich auch den Meisten bekannt sein wird, ist Götz Kubitschek. Jahrelang betrieb er die mittlerweile aufgelöste, völkisch-rechtsextreme Denkfabrik „Institut für Staatspolitik“. Vor Ort betreibt er außerdem den rechtsextremen Verlag Antaios, bei der er die zweimonatliche erscheinende Zeitschrift „Sezession“, als verantwortlicher Chefredakteur herausgibt. Mit diesem, war er auch im November auf der rechten Buchmesse in der Messe Halle präsent. Radio Corax sprach mit Lena und Lukas von „IFS-Dichtmachen“. Das Bündnis protestiert seit Jahren, gegen die ansässigen Identitären und leistet Aufklärungsarbeit zu den Akteuren und der Vernetzung vor Ort.

FLINTA* in die Offensive Halle

FiOH – FLINTA in die Offensive Halle ist eine antifaschistische, queerfeministische und antikapitalistische Organisation, die sich im Frühjahr 2025 in Halle gegründet hat. Gemeinsam setzt sie sich mit Aktionen wie Kundgebungen und Demonstrationen gegen jede Form von Diskriminierung ein. Wir haben uns mit drei der Gründerinnen getroffen, um mehr über das Kollektiv zu erfahren.

Was die Bundeswehr an Schulen sucht

Wie als verfrühtes Weihnachtsgeschenk für alle Jugendlichen, hat die Bundesregierung Anfang Dezember das neue Wehrdienstgesetz beschlossen. Davon betroffen sind alle, die ab Januar 2026 Achtzehn werden.

Doch schon seit geraumer Zeit bereitet sich die Bundeswehr auf eine Vergrößerung vor: Vor allem mit Rekrutierungsversuchen an Schulen.

Seit einigen Monaten regt sich gegen die Vorstoße der Militarisierung auch Protest. Mit bundesweiten Protesten gegen die Wehrpflicht, haben Jugendliche in ganz Deutschland und auch in Halle, gegen die wieder in Kraft getretene Wehrpflicht protestiert.