Podcast: StudentIn @ Radio Corax

Was die Bundeswehr an Schulen sucht

Wie als verfrühtes Weihnachtsgeschenk für alle Jugendlichen, hat die Bundesregierung Anfang Dezember das neue Wehrdienstgesetz beschlossen. Davon betroffen sind alle, die ab Januar 2026 Achtzehn werden.

Doch schon seit geraumer Zeit bereitet sich die Bundeswehr auf eine Vergrößerung vor: Vor allem mit Rekrutierungsversuchen an Schulen.

Seit einigen Monaten regt sich gegen die Vorstoße der Militarisierung auch Protest. Mit bundesweiten Protesten gegen die Wehrpflicht, haben Jugendliche in ganz Deutschland und auch in Halle, gegen die wieder in Kraft getretene Wehrpflicht protestiert.

Klausurirrelevant #9

Das Magazin im Magazin, diesmal in kurz. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, einige Kurzmeldungen, die Brasiliens Flipflopboykotts, den Kongress des Chaos Computerclub, Baustellen und Regionale Silvestermeldungen sind teil dieser Ausgabe von klausurirrelevant. Die Veranstaltungshinweise enthalten neben einem Knast-Demoaufruf auch Kultur- und Partyhinweise. Sagt es weiter: wir wollen studentische, lehrende und forschende Stimmen in den Fokus nehmen und euch interviewen! Meldet euch auf instagram @studierendenradiocorax oder per Mail an studentin@radiocorax.de.

„Wohlfühlcampus“ steht vor dem Aus

An der MLU gibt es für Fälle von Stress oder Überforderung zum Glück ein gut ausgebautes studentisches Gesundheitsmanagement, bekannt unter dem Namen „Wohlfühlcampus“. Angeboten werden etwa Workshops zur Stressbewältigung, BEwegungsangebote oder Vorträge zu mentaler Gesundheit im Studium.

Die finanziellen Mittel laufen jedoch zum Juli 2026 aus und sollen stand jetzt auch nicht verlängert werden. Momentan finanziert die Techniker Krankenkasse den Wohlfühlcampus. Im Raum steht momentan, ob die Universität das Projekt nicht eigenhädnig weiterfinanziert, was jedoch momentan, von Seiten der Uni abgelehnt.

Das Projekt versucht sich deswegen gerade durch eine Petition zu retten und finanzielle Mittel, auch für kommende Jahre zu sichern.

Den Link zur Petition findet ihr hier: https://www.openpetition.de/petition/online/wir-machen-druck-fuer-den-erhalt-des-wohlfuehlcampus-an-der-mlu/unterschreiben

Bei Radio Corax zu Gast waren Nadja und Nora. Beide arbeiten als Studentische Hilfskräfte beim Wohlfühlcampus und machen sich für den Erhalt des Projektes stark.

Bildrechte: PaulT (Gunther Tschuch), CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Die Zukunft des Halleschen Nachtlebens?

Am Freitag und Samstag den 21. und 22. November fand in Halle das Nachtentfaltersymposium zur Vernetzung und Austausch zwischen Veranstalter*innen der Party und Kulturszene statt. Neben Kollektiven und Veranstaltenden, waren auch Verantwortliche der Stadtverwaltung Halle vor Ort.
In Vorträgen, Diskussionen und Panels, wurde sich über die Zukunft der Partyszene in Halle ausgetauscht. Dabei kamen viele unterschiedliche Perspektiven zu Wort. Besprochen wurde vor Allem, wie Halle ein attraktiverer Ort für Veranstaltende werden kann.
Wir, von der Studierendenredaktion waren vor Ort und haben die verschiedensten Perspektiven auf den aktuellen Stand und auf die Zukunft der Hallenser Veranstaltungsszene eingesammelt.

Musikalisches Theater im WUK Theater Quartier

Das neue frischgegründete feministische Theaterkollektiv „The Vulcan Grrrls“ feiert am Freitag Premiere mit „Maria und der Vulkan“ im WUK Theater Quartier. Wir sprechen mit der Autorin und Regisseurin Nina Sturm und der schauspielenden Person Ria Sachadae über das musikalische Stück, welche Rolle die feministische Revolution hier einnimmt und was das Motiv des Vulkans den beiden bedeutet.


Das Theaterstück läuft vom 28. bis 30. November im WUK Theater Quartier.

Grafik: Lykke Kötte

LiLit: Lila Literatur im Theaterhaus Ost

Der queerfeministische Literatursalon „LiLit“ findet seit September monatlich im Theaterhaus Ost in Halle statt. Gerade sind Melli, Tija, Raffa und Henni mit ihrer Veranstaltung Teil des Wir-Festivals. Der letzte Salon fand am 14.10. statt. Die Studierendenredaktion von Radio Corax hat den Abend begleitet und mit den Initiatorinnen gesprochen.

Das Theaterhaus Ost bietet FLINTA* in Halle und Sachsen-Anhalt eine Bühne für Theater, Tanz, Musik, Literatur und Performancekunst.

Neue Zahlen zum BAföG – So wie es ist darf es nicht bleiben!

Immer weniger Studierende bekommen BAföG, obwohl viele dringend finanzielle Unterstützung bräuchten. 2024 ist die Zahl der Geförderten auf den niedrigsten Stand seit über 20 Jahren gefallen. Woran liegt das? Zu geringe Anpassungen, bürokratische Hürden und ein massives Informationsdefizit spielen eine Rolle. Wir sprachen mit Stefan Grob vom Deutschen Studierendenwerk über die Probleme, die Versprechen der Politik und welche Reformen jetzt wirklich nötig wären.

Radiozwitschern #35: Arm sein und arm sein in Halle

Im Süden Sachsen-Anhalts, einem Bundesland, das seit langer Zeit mit Armut zu kämpfen hat, liegt Halle (Saale). Eine Stadt, von der behauptet wird, sie hätte wahrlich kein Problem mit Obdachlosigkeit, in der auf der anderen Seite aber rund jedes dritte Kind in Armut lebt. Wie passt das zusammen? Und können sich Menschen, die nicht armutsgefährdet sind, überhaupt vorstellen, was es bedeutet, arm zu sein?

Ein Gespräch mit Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge der Uni Köln und Andreas Hemming, Hilfe-Lotse bei der Evangelischen Stadtmission Halle.

Esperanto, Klingonisch, Toki Pona – Ein Gespräch mit Linguist André Müller

Warum erfinden Menschen neue Sprachen? Künstliche Sprachen? Wer spricht sie und warum? Das sind einige der Fragen, die Emma aus der Redaktion mit dem Linguisten André Müller aus Leipzig besprochen hat. Er ist nicht nur Lehrer für Deutsch als Fremdsprache, sondern auch Klingonisch-Lehrer und hat die Fantasysprache aus Star Trek u.a. schon an der Volkshochschule in Halle und Zürich unterrichtet. Er spricht außerdem noch zwei weitere künstliche Sprachen: Esperanto und Toki Pona. Esperanto ist eine der bekanntesten konstruierten Sprachen. Toki Pona ist dagegen eher unbekannt. André Müller erklärt deswegen hier zuerst, was Toki Pona eigentlich für eine Sprache ist.

Ansätze zur Weiterentwicklung der Vermittlung des wissenschaftlichen Arbeitens im universitären Kontext

Ist die Vermittlung des wissenschaftlichen Arbeiten an Universitäten und Hochschulen so aufgestellt, dass Studierende ausreichende Schreib- und Lesekompetenzen entwickeln können? Sind Deadlines nicht auch manchmal hinderlich für die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Thema, welches man gerade sehr interessant findet.

Zu diesen und vielen anderen Fragen, welche die Vermittlung des wissenschaftlichen Arbeitens im universitären Kontext sorgfältig betrachten sollten, sprach László aus unserer Redaktion mit Dr. Ulrike Lange.

Sie ist tätig am Schreibzentrum für Wissenschaftsdidaktik an der Ruhr Universität Bochum und bietet dort Workshops und Beratungen für Schreibende an. Zudem hat sie selbst schreibwissenschaftlich publiziert. Zuletzt 2024 zum Thema „Adressant*innenausblendendes Schreiben“. Zuerst hört ihr Lászlós Motiv für das Gespräch, bei dem ihr euch ja vielleicht selbst ein bisschen wieder finden könnt…