Proteste der Medizinstudierenden

Wir sind keine kostenlosen Stationshilfen!“ das sagen Studierende der Medizin im Rahmen einer Online-Petition, die gerade läuft. Es geht um die Arbeitsbedingungen von Studierenden, die sich im Praktischen Jahr befinden. Das Praktische Jahr, meist PJ genannt, ist die Schnittstelle zwischen Studium und praktischer Tätigkeit. Bezahlt wird das PJ nur gering oder gar nicht. Am 16. Januar fand ein bundesweiter Aktionstag an den Universitäten unter dem Motto „Faires PJ“ statt. Über die Bedingungen im PJ und auch den Aktionstag sprach das Studierendenradio mit Sebastian Hausschild. Der studiert Medizin und ist Mitglied des Fachschaftsrats Medizin.

Kontrovers, unabhängig, aber nicht wertneutral

Die politische Bildung ist in letzter Zeit wieder ein wichtiges Thema auf der Agenda. In mehreren Bundesländern wurden durch die AfD Meldeportale eingerichtet, in denen Lehrer wegen angeblicher Verstöße gegen die Neutralitätspflicht gemeldet werden können. So geraten Schulen plötzlich unter Beschuss, Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich mancherorts trotz der breiten Unterstützung ihrer Arbeit verunsichert. Am 06. Februar soll das Thema hier in Halle auf dem Seminartag „Kontrovers, unabhängig, aber nicht wertneutral“ aus den Perspektiven der Parteienforschung, der Politikdidaktik und des Verwaltungsrechts diskutiert werden. Jenni vom Studierendenradio hat dazu vorab mit Prof. Dr. Andreas Petrik gesprochen, der als Leiter der Politikdidaktik der MLU Halle den Seminartag maßgeblich mitorganisiert hat. Sie fragte ihn zunächst, wie man bisher mit rechtspopulistischen Parteien in der politischen Bildung umgegangen ist.

Wohngeld für Studierende + BAföG rauf!

Gestern wurde vermeldet, dass die Zahl der BAföG empfangenden Studierenden  und SchülerInnen rückläufig ist. Im Vergleich zur Situation vor vier Jahren erhalten heute 180.000 Studis und SchülerInnen weniger Bafög. Das ist eine ganze Menge. Was also tun, wenn die Lebenskosten durch steigende Mieten etc steigen, aber man nicht als förderfähig gilt? Eine Alternative wäre das Wohngeld, die andere ist arbeiten, was dann zur Verzögerung des Studiums führen kann. Die Bundesregierung ist nun endlich dran, das Bafög-Gesetz neu zu regeln und den Fördersatz zu erhöhen. Der Studierendenrat der Uni Halle hat dies in einem Twitter-Post auch begrüßt. Dennoch stellen sich auch bei erhöhtem Satz für viele Studierende Existenzfragen, wenn sie nämlich als nicht förderfähig gelten. Der Studierendenrat hat dazu gemeinsam mit dem Studentenwerk Mitte Januar eine Veranstaltung abgehalten, um betroffene Studierende über ihre Möglichkeiten zu informieren, wie sie auf anderen Wegen finanzielle Unterstützung erhalten können. Dabei ging es vor allem um das Modell Wohngeld. Über diese Möglichkeit, die Kritik am Bafög-System und die Motivation zur Veranstaltung sprachen wir mit Lukas Wanke, einem der Sprecher des Studierendenrates der Uni Halle.

Das akademische Orchester Halle lädt zum Winterkonzert

Kennt ihr das akademische Orchester der Martin-Luther-Universität? Falls nicht, habt ihr am Mittwoch Gelegenheit, es kennenzulernen. Das akademische Orchester lädt am 30.01.2019 zum Winterkonzert in die Händelhalle. Das Studierendenradio hat vorab mit dem Leiter des Orchesters, Matthias Erben, gesprochen. Wir befragten ihn zu Geschichte, Anspruch und Partizipationsmöglichkeiten beim akademischen Orchester.

„Wir sind keine kostenlosen Stationshilfen“ – Zum Protest der Medizinstudierenden

„Wir sind keine kostenlosen Stationshilfen!“ sagen Studierende der Medizin im Rahmen einer Online-Petition, die gerade läuft. Es geht um die Arbeitsbedingungen von Studierenden, die sich im Praktischen Jahr befinden. Das Praktische Jahr, meist PJ genannt, ist die Schnittstelle zwischen Studium und praktischer Tätigkeit. Bezahlt wird das PJ nur gering oder gar nicht. Am 16.01.2019 fand ein bundesweiter Aktionstag unter dem Motto „Faires PJ“ statt. Das Studierendenradio sprach dazu mit Thea Hüsing. Sie ist Medizinstudentin in Halle und in der Fachschaft aktiv.

„Es war ein Vorspiel nur“ – studentische national-sozialsozialistische Politik in der Weimarer Republik

In der Weimarer Republik dominierten nationalistische Gruppen die deutschen Universitäten, forderten antisemitische Boykotte und attackierten politische Gegner. Tobias Eisch hat sich mit den studentischen Strukturen und Positionen befasst, die die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mit vorbereiteten. Das Studierendenradio sprach mit ihm am Rande des Kongresses „Antisemitismus an Hochschulen“, der im Januar 2019 durch den Freien Zusammenschluss der Student*innenschaften in Halle durchgeführt wurde (siehe auch hier).

Antisemitismus an Hochschulen

Vom 11. bis zum 13. Januar hat der „Freie Zusammenschluss von Student*innenschaften – FZS“ an der Universität in Halle einen studentischen Winterkongress organisiert. Thema war in diesem Jahr „Antisemitismus an Hochschulen“. Der Kongress war ganz im Sinne eines Beschlusses ausgerichtet, den der FZS im November 2018 mit-initiiert hat: sich klar gegen Antisemitismus auszusprechen. Das Studierendenradio sprach mit Ronja Hesse vom FZS über aktuelle Entwicklungen und den Hintergrund des Beschlusses der europäischen Studierendenvertretung.

Mehr Informationen zur Kampagne des fzs: never-again.blog

Feminismen – Veranstaltungsreihe im aktuellen Semester

Verschiedene Gruppen an der Uni Halle haben sich zusammengefunden, um in diesem Semester feministischen Zugängen und Positionen Raum zu geben – in Workshops und Vorträgen. Unter anderem beteiligen sich die Initiative Plurale Ökonomik, der Feministische Lesekreis und Halle Postkolonial. Wir sprachen mit einer der Organisatorinnen über die kommenden Veranstaltungen.