Podcast: Beitraege

„Schlussverkauf Bildung“ – Der fzs und die Bildungsgerechtigkeit

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind in den letzten Jahren sind merklich gestiegen, das ist nichts Neues mehr. Besonders bemerkbar macht sich das bei Menschen, die über keine finanziellen Rücklagen verfügen, wozu auch viele Studierende zählen. Viele Organisationen setzten sich bereits für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, die nicht zuletzt durch Umstände wie diese prekär ist. Der freie Zusammenschluss der Student*innenschaften kurz fzs hat jetzt eine Kampagne mit dem knackigen Titel „Schlussverkauf Bildung“ gestartet. Pia aus der Studiredaktion hat sich mit Tjark aus dem fzs vorstand unterhalten, um herauszufinden, was es damit auf sich hat und was der fzs an der aktuellen Situation wie ändern will. Laut dem fzs, sind ca 60% der deutschen Studierenden von ihren Mietkosten überlastet und etwa ein Drittel sind armutsgefährdet.

Vom 13.-15. März findet die Aktionskonferenz der Kampagne „Schlussverkauf Bildung“ statt. Infos zu den Teilnahmebedingungen und zur Kampagne finden sich unter schlussverkauf-bildung.de.

Erinnerung als Konflikt: Dresden 81 Jahre nach der Bombardierung

Am 13. Februar 2026 jährt sich die Bombardierung Dresdens zum 81. Mal. Während in der Innenstadt der Opfer von 1945 gedacht wird, mobilisieren rechtsextreme Gruppen erneut zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Auf der anderen Seite formieren sich Menschenkette und Blockadebündnisse. Die Polizei trennt die Versammlungen mit einem Großaufgebot.

Der Beitrag zeichnet die historischen Hintergründe der Luftangriffe nach, ordnet umstrittene Opferzahlen ein und zeigt, wie früh die Zerstörung Dresdens propagandistisch instrumentalisiert wurde. Er begleitet den aktuellen Aufmarsch, spricht mit Gegendemonstrierenden und beleuchtet die Rolle der Stadtgesellschaft – zwischen stillem Gedenken und aktivem Widerstand.

81 Jahre nach Kriegsende ist der 13. Februar in Dresden nicht nur ein Tag der Erinnerung. Er ist ein politischer Konfliktraum – und ein Streit um die Deutung der Geschichte.

Foto: Symbolbild von einer Demonstration am 13. Februar 2010 in Dresden. Gemacht von tonal decay (Lizenz: CC-BY)

Dokumentarfilm „Fassaden“- Starkes Porträt von Frauen und gesellschaftlichem Schweigen

Im Puschkino (Halle) feierte der Dokumentarfilm „Fassaden“ am Mittwoch, den 21.01. seine Premiere. In dem Film werden die Geschichten von vier Frauen erzählt, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbrechen, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Durch zwei Tänzer:innen und Sandra Hüller, welche die Geschichten der Frauen durch ihre Stimme zum Ausdruck bringt, gewinnt der Film an emotionaler und eindrucksvoller Atmosphäre. Das Studierendenradio von Radio Corax war bei der Premiere dabei und hat mit Alina Cyranek, der Regisseurin des Films gesprochen.

Klausurirrelevant #10

Das Magazin im Magazin mit aktuellen Nachrichtenmeldungen – gleich zu zwei Städtepartnerschaften von Halle – Veranstaltungshinweisen und den Blick auf die aktuelle Prüfungszeit und dem Umgang mit Stress. Wir haben gesprochen mit dem Wohlfühlcampus und Ideen gesammelt wie am besten mit (Prüfungs-)stress umzugehen ist. Sagt es weiter: wir wollen studentische, lehrende und forschende Stimmen in den Fokus nehmen und euch interviewen! Meldet euch auf instagram @studierendenradiocorax oder per Mail an studentin@radiocorax.de.

Une radio participatif – Radio Campus Grenoble

Bei dem Namen „Radio Campus Grenoble“ denkt man vielleicht eher an etwas wie Uniradio – also ein von der Universität betriebenes Radio, an dem Studierende mitwirken können. Doch in diesem Fall trügt der Schein – Radio Campus Grenoble ist offen für alle, es ist ein Radio, das viel eher als Freies Radio zu verstehen ist, welches einfach vom Standort auf dem Campus der Universität gelegen ist – bzw. mit einem zweiten Studio auch im Herzen der Innenstadt. Im Rahmen einer Recherchereise von Radio Corax haben wir uns den Sender genauer angeschaut, anlässlich einer speziellen Livesendung zur „Nuit de la lecture“.

Die Recherchereise wurde ermöglicht durch eine Förderung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.

FLINTA* in die Offensive Halle

FiOH – FLINTA in die Offensive Halle ist eine antifaschistische, queerfeministische und antikapitalistische Organisation, die sich im Frühjahr 2025 in Halle gegründet hat. Gemeinsam setzt sie sich mit Aktionen wie Kundgebungen und Demonstrationen gegen jede Form von Diskriminierung ein. Wir haben uns mit drei der Gründerinnen getroffen, um mehr über das Kollektiv zu erfahren.

„Wohlfühlcampus“ steht vor dem Aus

An der MLU gibt es für Fälle von Stress oder Überforderung zum Glück ein gut ausgebautes studentisches Gesundheitsmanagement, bekannt unter dem Namen „Wohlfühlcampus“. Angeboten werden etwa Workshops zur Stressbewältigung, BEwegungsangebote oder Vorträge zu mentaler Gesundheit im Studium.

Die finanziellen Mittel laufen jedoch zum Juli 2026 aus und sollen stand jetzt auch nicht verlängert werden. Momentan finanziert die Techniker Krankenkasse den Wohlfühlcampus. Im Raum steht momentan, ob die Universität das Projekt nicht eigenhädnig weiterfinanziert, was jedoch momentan, von Seiten der Uni abgelehnt.

Das Projekt versucht sich deswegen gerade durch eine Petition zu retten und finanzielle Mittel, auch für kommende Jahre zu sichern.

Den Link zur Petition findet ihr hier: https://www.openpetition.de/petition/online/wir-machen-druck-fuer-den-erhalt-des-wohlfuehlcampus-an-der-mlu/unterschreiben

Bei Radio Corax zu Gast waren Nadja und Nora. Beide arbeiten als Studentische Hilfskräfte beim Wohlfühlcampus und machen sich für den Erhalt des Projektes stark.

Bildrechte: PaulT (Gunther Tschuch), CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Anhaltende Proteste in Serbien: Ein Jahr Hoffnung

Trotz vom Staat gestrichenen Zugverbindungen und Polizeiblockaden kommen 100 000 Menschen, teils über Kilometer lange Fußmärsche. Es ist eine Massenmobilisierung in eine Stadt, die die Staatsgewalt unterbinden will, indem sie den Zugang zum Ort des Protests einschränkt. Das war vor genau einem Monat der Fall in der zweitgrößten Stadt Serbiens, in Novi Sad, zum Jahrestag des Dacheinsturzes am dortigen Bahnhof, der 16 Menschen das Leben kostete und eine Bewegung auslöste, die bis heute anhält. Den, dass es zum Einsturz kam, so die allgemeine Annahme, liegt an der weit verbreiteten Korruption und der Konsequenzlosigkeit von Rechtsbrüchen in Serbien, dass bis heute keine Transparenz zu den Baumaßnahmen am Bahnhof geschaffen wurde, bestärkt diese Lesart nur. Doch das dafür verantwortliche Regime von Aleksandar Vučić, konnte trotz der über die vergangenen 13 Monate immer weiter angewachsenen Proteste bis heute im Amt bleiben. Die Frage, die niemand beantworten kann, ist: wie lange noch? Denn die Proteste gehen immer weiter und fordern konsequent demokratische und transparente Neuwahlen. Doch das Regime von Vučić hat seine Reaktion in der Form von Schauprozessen und Gewalt auf der Straße nur verschärft. Eine Zwischenbilanz an einem möglichen Kipppunkt.

„One Battle After Another“ – Film und Revolution?

Hochgelobt und gut besucht: der Hollywoodfilm „One Battle After Another“. In der breiten Gesellschaft scheint er durch die Darstellung des Kampfes der fiktiven linksextremen Gruppe „French 75“ gegen Faschismus, Staat und Kapital einen Nerv zu treffen. Der Frage, wie viel Substanz wirklich dahinter steckt und wie vielseitig die Rolle von Revolution im Kino ist, hat sich Pia angenommen und in diesem Studiogespräch mittels historischen und kritischen Exkursen entheddert.