Anhaltende Proteste in Serbien: Ein Jahr Hoffnung

Trotz vom Staat gestrichenen Zugverbindungen und Polizeiblockaden kommen 100 000 Menschen, teils über Kilometer lange Fußmärsche. Es ist eine Massenmobilisierung in eine Stadt, die die Staatsgewalt unterbinden will, indem sie den Zugang zum Ort des Protests einschränkt. Das war vor genau einem Monat der Fall in der zweitgrößten Stadt Serbiens, in Novi Sad, zum Jahrestag des Dacheinsturzes am dortigen Bahnhof, der 16 Menschen das Leben kostete und eine Bewegung auslöste, die bis heute anhält. Den, dass es zum Einsturz kam, so die allgemeine Annahme, liegt an der weit verbreiteten Korruption und der Konsequenzlosigkeit von Rechtsbrüchen in Serbien, dass bis heute keine Transparenz zu den Baumaßnahmen am Bahnhof geschaffen wurde, bestärkt diese Lesart nur. Doch das dafür verantwortliche Regime von Aleksandar Vučić, konnte trotz der über die vergangenen 13 Monate immer weiter angewachsenen Proteste bis heute im Amt bleiben. Die Frage, die niemand beantworten kann, ist: wie lange noch? Denn die Proteste gehen immer weiter und fordern konsequent demokratische und transparente Neuwahlen. Doch das Regime von Vučić hat seine Reaktion in der Form von Schauprozessen und Gewalt auf der Straße nur verschärft. Eine Zwischenbilanz an einem möglichen Kipppunkt.

Musikalisches Theater im WUK Theater Quartier

Das neue frischgegründete feministische Theaterkollektiv „The Vulcan Grrrls“ feiert am Freitag Premiere mit „Maria und der Vulkan“ im WUK Theater Quartier. Wir sprechen mit der Autorin und Regisseurin Nina Sturm und der schauspielenden Person Ria Sachadae über das musikalische Stück, welche Rolle die feministische Revolution hier einnimmt und was das Motiv des Vulkans den beiden bedeutet.


Das Theaterstück läuft vom 28. bis 30. November im WUK Theater Quartier.

Grafik: Lykke Kötte

Radiozwitschern #37: Demokratiebildung und Partizipation an Schulen

Für das Radiozwitschern am 14.11. haben wir uns Claudia Carla von der Nordkirche und Dejan Mihajlović aus Freiburg eingeladen. Mit ihnen haben wir über Partizipationsmöglichkeiten und Demokratiebildung an Schulen in Deutschland gesprochen.

Claudia Carla ist Jugendbildungsreferentin der Nordkirche in Rostock und zuständig für Demokratiebildung mit Jugendlichen. Sie arbeitet vor allem im Kontext von außerschulischen Seminaren oder Tagungen und bildet zum Beispiel auch Klassensprecher*innen und Lehrer*innen aus.

Dejan Mihajlović ist Referent für Demokratiebildung, SMV und Digitale Transformation beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung in Baden-Württemberg. Außerdem ist er Lehrer an der Staudinger-Gesamtschule in Freiburg. Er beschäftigt sich mit den Themenbereichen zeitgemäße Bildung und Demokratiebildung.

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Bildrechte:

PantheraLeo1359531, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons

„One Battle After Another“ – Film und Revolution?

Hochgelobt und gut besucht: der Hollywoodfilm „One Battle After Another“. In der breiten Gesellschaft scheint er durch die Darstellung des Kampfes der fiktiven linksextremen Gruppe „French 75“ gegen Faschismus, Staat und Kapital einen Nerv zu treffen. Der Frage, wie viel Substanz wirklich dahinter steckt und wie vielseitig die Rolle von Revolution im Kino ist, hat sich Pia angenommen und in diesem Studiogespräch mittels historischen und kritischen Exkursen entheddert.

LiLit: Lila Literatur im Theaterhaus Ost

Der queerfeministische Literatursalon „LiLit“ findet seit September monatlich im Theaterhaus Ost in Halle statt. Gerade sind Melli, Tija, Raffa und Henni mit ihrer Veranstaltung Teil des Wir-Festivals. Der letzte Salon fand am 14.10. statt. Die Studierendenredaktion von Radio Corax hat den Abend begleitet und mit den Initiatorinnen gesprochen.

Das Theaterhaus Ost bietet FLINTA* in Halle und Sachsen-Anhalt eine Bühne für Theater, Tanz, Musik, Literatur und Performancekunst.

Klausurirrelevant #8

Wissenschaft und Medien zugänglich für alle – es funkt in Halle beim Silbersalz Festival, das heute beginnt. Deswegen haben wir in unserer aktuellen Ausgabe mit Donata von Perfall über das Festival gesprochen und was euch da erwartet. Wie üblich bei Klausurirrelevant erfährt ihr hier auch neues aus der Uni und dem Weltgeschehen und bekommt auch ein paar Veranstaltungshinweise für die kommende Zeit.

Klausurirrelevant #7

The State of US Democracy – An Exploration of the current Challenges – das ist der Titel der Hausarbeit, welche wir in unserer aktuellen Folge von Klausurirrelevant besprechen. Darüber hinaus gibt es Meldungen aus dem universitären Leben und darüber hinaus, sowie einige Veranstaltungstipps von uns.

Sendung: Connecting the Dots

Die Studierendenredaktion ist im Rahmen des Corax Corner ausgezogen in eine für das Format unübliche Ecke der Stadt: statt am Kiosk, vor dem Bauwagen, statt Paulusviertel, die Silberhöhe. Live vor Ort zusammen mit Gästen und Jugendlichen aus der Silberhöhe sind wir der Bedeutung der Silberhöhe für ihre Bewohner*innen nachgegangen, was den Stadtteil ausmacht, wie es sich im Laufe der Zeit verändert hat und was es in Zukunft hier braucht.

Connecting the dots – Corax Corner in der Silberhöhe

Corax cornert mal wieder. Doch dieses Mal beschallt die Studierendenredaktion nicht das Paulusviertel, sondern hat die Schlüssel zu einem anderen kulturellen Spot der Stadt bekommen: dem Bauwagen in der Silberhöhe. Unter dem Motto „Connecting the dots“ sprechen wir am Sonntag, den 28.09. von 15:00-17:00 Uhr mit Menschen aus der Silberhöhe über ihr Viertel – live vor Ort. Was bedeutet ihnen die Silberhöhe? Wie hat sich das Viertel über die Zeit verändert? Und was braucht es in der Zukunft?

Kommt vorbei und setzt euch auf den offenen Stuhl – stellt Fragen, erzählt eure Geschichten.